Beispiel 1: Kann ich ein Trigger für eine andere Person sein?

Situation:

„Ich glaube, meine Chefin kommt durch mich in Kontakt mit ihrem v. i. K. Ich versuche, so gut und so viel wie möglich zu arbeiten, damit dies nicht geschieht. Das strengt mich so sehr an.“

Marias Antwort:

„Es kann sein, dass Deine eigene Situation Deine Chefin triggert, aber das spielt keine Rolle, weil sie für ihr v. i. K. selbst verantwortlich ist.

Interessant ist, dass es Dich wiederum triggert und die dazugehörige Frage für Dich ist: „Wem aus Deiner Biografie glaubt Dein v. i. K. beweisen zu müssen, dass es Leistung bringen kann?

Egal, wie viel Lob und Anerkennung wir von außen bekommen: Wenn eine einzige Person, die uns bzw. dem v. i. K. wichtig ist, eine negative Äußerung macht, wiegt dies viel schwerer als alle positiven. Wenn wir uns diesem v. i. K. nicht gewahr sind, ist es verwirrend, weil der erwachsenen Person in uns nicht klar ist, warum speziell diese eine Meinung so viel zählt. Deshalb muss mit dem v. i. K. gearbeitet werden, weil es hier eigentlich um die Anerkennung einer Person aus unserer Vergangenheit geht.

Wenn wir diesem v. i. K. keine neue Erfahrung ermöglichen, werden wir unsere alten Muster immer wieder ins Außen projizieren – also Menschen, die ähnliche Züge haben, wie die uns wichtigen Menschen unserer Vergangenheit, einen starken Einfluss auf unser Wohlbefinden einräumen, obwohl sie dies rational gesehen gar nicht verdienen. Damit steht das v. i. K. immer unter einer Grundspannung.“