Beispiel 1: Wie kann ich körperlichen von emotionalem Hunger unterscheiden?

Frage:

Ich kann körperlichen Hunger nicht von emotionalem Hunger unterscheiden. Was kann ich tun?

Marias Antwort:

„Als erstes möchte ich Dir ans Herz legen, Deinen körperlichen Hunger zu erforschen. Das kannst Du am besten tun, indem Du lange genug wartest, ohne etwas zu essen, und Dir immer wieder Zeit nimmst, in Deinen Körper (vor allem in die Magengegend) hinein zu spüren. Sollte es für Dich schwierig sein, Dich in diesem Bereich zu fühlen, kannst Du beim Hineinfühlen in Deinen Körper ein oder zwei Hände auf Deinen Magen legen oder diesen Bereich abklopfen. So ist diese Körpergegend präsenter wahrnehmbar.

Da Hunger bedeutet, dass der Körper neue Energie in Form von Nahrung braucht, meldet er sich nach einiger Zeit durch bestimmte Anzeichen bei Dir. Warte so lange, bis Du diese Anzeichen eindeutig spürst (das kann manchmal mehrere Stunden dauern). Hunger kann sich beispielsweise durch eine Empfindung ausdrücken, die manche Menschen als „Loch im Magen“ beschreiben, als ein Zusammenziehen des Magens, ein Zittrigwerden im Körper oder ähnliches.

Erforsche Deine Anzeichen sehr genau, damit Du Dich später bei geringerem Hunger an diesen Signalen orientieren kannst. Die Anzeichen für körperlichen Hunger variieren nicht. Das bedeutet, wenn Du einmal herausgefunden hast, wie sich Dein Hunger anfühlt, wird er in der Regel von diesen Empfindungen begleitet sein.

Alles, was dann nicht diesen Anzeichen entspricht, ist emotionaler Hunger.

Beispiel:

Du hast erforscht, dass sich körperlicher Hunger wie ein Loch im Magen anfühlt und spürst einen Appetit auf Schokolade, den Du wie einen Sog im Hals empfindest. Somit ist der Sog im Hals emotionaler Hunger.